Artenvielfalt auf der Pferdeweide?

Wie erreicht man Artenvielfalt auf der Pferdeweide und was heisst eigentlich Artenvielfalt?

Ich verstehe darunter zum Einen die Vielfalt von Lebensraumstrukturen (Gehölze, Totholzhaufen etc.) und Mikrohabitaten (z.b. Dunghaufen, Geilstellen, Wälzstellen, Pfade). Aber natürlich auch eine Vielfalt an Pflanzen und daran gebunden auch weitere Artengruppenn wie beispielsweise Tagfalter, Heuschrecken etc.

Eine artenreiche Wiese oder Weide mit – sagen wir mal 50 Arten auf einem Quadratmeter – kennen wir heute überhaupt nicht mehr. Am ehesten gibt es sie noch als kräuterreiche Bergwiesen oder in langjährigen Naturschutzprojekten. Wichtig für Artenreichtum ist die „Aushagerung“, also das stete Ankämpfen gegen Nährstoffeinträge. Beispielsweise den Stickstoffeintrag aus der Luft, aber auch durch Dung und Nutzungsauflassung.

In einem meiner Lieblingsbücher über Grünland (Dierschke & Briemle, Kulturgrasland) gibt es eine gute Grafik, welche die Bestandsveränderung einer Wiese bei Nährstoffeintrag und Nutzungsauflassung, aber auch bei einer Regeneration und Aushagerung erklärt:

Deshalb versuche ich die Flächen (zunächst) möglichst „intensiv“ zu nutzen, da sie in den letzten Jahren eher unternutzt waren. Das hatte zwar auch den Vorteil, dass sich Gehölze etablieren konnten, aber auch den Nachteil, dass sich die Kanada-Goldrute breit machen konnte.

Aber leider haben wir momentan auf dem Ponyhof das Luxusproblem, dass wir zu wenig Pferde für zu viel Fläche haben, d.h., es wird zu wenig abgefressen. Nachdem es im April nicht geregnet hatte und ich schon befürchtet habe, dass unsere Weiden nicht ausreichen als Futtergrundlage, ist das Gras nach den Niederschlägen im Mai rasend schnell hochgewachsen. Vor allem beim Glatthafer kann man jetzt schön die Ähren sehen. Er ist kurz vor dem Aussamen und wird sich danach in „Rohfaser“ verwandeln. Meine große Hoffnung liegt nun auf unserem Heulieferanten, dass er uns einige der Flächen mäht. Zum Einen, damit die Flächen „gepflegt“, also ausgehagert werden und zum Anderen, damit frisches Futter für die Pferde nachwächst….

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