Hute-Eichen

Die Eiche ist mein Lieblingsbaum – ich denke dabei gern an Gemälde von Caspar David Friedrich…

Zum Beispiel das Bild „Der Einsame Baum“ von 1822. Es zeigt eine Weidelandschaft mit einzelnen Alteichen und einem Schäfer, der sich an den riesigen Baum lehnt. Eichen werden rund 500 Jahre alt, können aber auch älter werden. Gern werben Ortschaften mit „1000-jährigen“ Eichen wie beispielsweise die Ivenacker Eichen, die rund 600 bis 800 Jahre alt sind. Meist haben sich bis heute sogenannte Weide- oder Huteeichen mit ausladenden Kronen erhalten, die beeindruckende Zeugen der Zeit und Relikte früherer Weidelandschaften sind.

Eichen sind lichtbedürftig und können sich beispielsweise nicht unter dem dunklen Blätterdach eines Buchenwaldes verjüngen. In Weidelandschaften können sie sich jedoch im Schutz dorniger Sträucher etablieren. Hilfe leistet dabei der Eichelhäher, der Eicheln gern in „Gestrüpp“ wie beispielsweise in Brombeeren versteckt.

Die folgenden Bilder zeigen zwar keine Weide, sondern eine Hecke am Wegrand mit Brombeere und aufwachsenden Eichen in unterschiedlichen Alterklassen, aber so kann das Prinzip verdeutlicht werden. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auf diese Weise die heutigen, in Brandenburg typischen Baumreihen und Alleen entstanden sind.

Zwischen Pflanzen und Weidetieren gibt es natürlich eine jahrhundertealte Anpassung und so verwundert es nicht, dass auf Weiden dornige Sträucher aufwachsen, welche gut gegen Verbiss geschützt sind. Und das Weidetiere sehr gern an Eichen knabbern und Eicheln, Eichenrinde oder Blätter in Maßen sogar gesund sind. Beispielsweise können Fruktane in den Gräsern, die im Herbst vermehrt eingelagert werden, durch die Gerbsäure der Eicheln ausgeglichen werden.

Aber leider musste ich am Wochenende feststellen, dass unsere Pferde die Eichen etwas zu gern haben. Ich bin froh, dass ich zumindest eine Eiche, gemeinsam mit einem Fuchsbau ausgezäunt habe. Und auch im Schutz einer Baumreihe, die ausgezäunt ist, haben sich einige Eichen etablieren können. Bei den geschälten Eichen bin ich gespannt, ob sie das überleben werden. Es wäre doch eigentlich schade um diese Bäume. Aber gut, nun wird man sehen, wie gut die Eiche mit Beweidung klar kommt….

Und vielleicht muss man doch, bei aller Liebe zur „Wildnis“ bzw. die Pferde machen lassen, doch das eine oder andere vor ihrem Verbiss schützen…

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