Hilfe – zu trockene Hufe

Wir erleben derzeit eine Dürre von „epischem Ausmaß“ – das hab ich im Radio gehört, nicht meine Worte, aber wohl treffend und angemessen formuliert.

Gestern meldete das Weidezaungerät eine Fehlermeldung mit der Erdung, ja kein Wunder! Ich hab das Gefühl, dass man nur noch mit der Gießkanne rumläuft, um die Erdung zu wässern, Vogeltränken aufzufüllen und noch ein paar Sträucher und Stauden zu retten, die man mal von Freunden bekommen hat und nicht eingehen lassen möchte, sollte.

Dazu kommt, dass die Hufe nicht mehr bearbeitet werden können, weil sie hart wie Stein sind. Auch ein halbstündiges Wässern, bevor die Hufbearbeiterin kommt, reicht nicht mehr aus, um die Hufe bearbeitbar zu machen. Klar kann man immer irgendwas feilen, abkneifen oder mit der Flex rummachen. Aber an Strahl ausschneiden ist nicht mehr zu denken und nachdem meine Hufbearbeiterin beim letzten Mal die Hufe schon nicht ordentlich schneiden konnte, musste ich mich dieses Mal besser vorbereiten.

Stundenlanges Hufe wässern verschwendet dabei die ohnehin schon knappe Ressource Wasser, das kommt für mich nicht in Frage. (Ich bin auch kein Fan von ewigem Abspritzen und Waschen der Pferde…) Manche bringen ihren Pferden bei, dass sie in Tuppen oder provisorischen Wasserbecken stehen bleiben. Das finde ich mega cool, aber das kommt für Assan natürlich nicht in Frage! Ein Araber und stehen? Ein Araber und stehen im Wasser? Das wäre für Herrn Assan würdelos und für mich zu anstrengend….

Nun hatte meine Hufbearbeiterin eine gute Idee: „Tubbease“ – Krankenschuhe, die eigentlich für einen Anguss-Verband gemacht sind und Flüssigkeiten wie Rivanol am Huf halten sollen. Nachdem Assan seine Ballerinas drei Tage jeweils eine halbe Stunde getragen hat, konnten gestern seine Hufe wieder ordentlich bearbeitet werden, ohne große Wasserverschwendung. Natürlich fand er die schwappenden, schmatzenden Hufsocken auch nicht besonders toll und hat mich fassungslos angestarrt, wie ich ihm das antun kann. Aber irgendwas ist immer und er musste damit ja nicht in die Herde gehen, sondern durfte mit seinen Schühchen auf dem Hof grasend rum-mäandrieren. So eine extra Wurst hat für ein Pferd den gleichen Stellenwert wie ein Mittagskind in der Kita zu sein 😉

Ansonsten hoffe ich weiter auf Regen, damit sich unsere Weiden wieder erholen können…

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