Fotopunkte II

Neben dem Vegetations- und Tagfaltertransekt habe ich letztes Jahr im Herbst ein paar Fotopunkte eingerichtet. Im Folgenden möchte ich zwei davon zeigen und beschreiben, was auf diesen Flächen in punkto Weidepflege passiert ist. Der Fotopunkt ist auf einem Hochstand auf unserer „Jägerwiese“ mit Blick auf die „Fuchswiese“ entstanden. Auf der Fuchswiese ist ein Fuchsbau –„Fotopunkte II“ weiterlesen

Wilde Ecken

Auch mal was stehen lassen für die Insekten – das ist gar nicht so leicht…. Man möchte es ja gern sauber und ordentlich haben und wenn man schon mulcht, ist natürlich der Impuls da, gleich die ganze Fläche zu putzen. Aber ich konnte mich zusammenreißen und einen ca. 20m breiten Streifen stehen lassen. Hier haben„Wilde Ecken“ weiterlesen

Graukresse – die Dürre-Queen

Manchmal muss ich an meinen Dozenten für Ökolandbau denken, der immer gesagt hat: Luzerne ist die Futter-Queen…. Ich hätte wirklich gern mehr Luzerne auf den Flächen in Glindow, aber stattdessen haben wir Graukresse – eine wahre Dürre-Queen! Nachdem die Mahd im Juni nicht geklappt hat und ich im Juli, als endlich der Mulcher repariert war,„Graukresse – die Dürre-Queen“ weiterlesen

Verbrannt

Eine Woche Hitze hat gereicht, um die Weiden förmlich zu „verbrennen“… Während es im April extrem trocken war, hatte es im Mai, Juni und Juli eigentlich ganz gut geregnet. Die Bilanz der ersten Jahreshälfte sind 300mm für die Station Potsdam. Das langjährige Mittel liegt bei fast 600mm im Jahr. Einen Jahresvergleich kann man natürlich erst„Verbrannt“ weiterlesen

Fotopunkte

Für die Dokumentation der Entwicklung der Flächen habe ich, neben einem Vegetationstransekt auch Fotopunkte angelegt… Hier möchte ich einen dieser Fotopunkte vorstellen: Dabei handelt es sich um eine Fläche, die erst 2019 für die Beweidung von meinem Vorgänger eingezäunt und durch Mulchen „erst eingerichtet“ wurde. Sie wird von Kanada-Goldrute, Rainfarn und im hinteren Teil von„Fotopunkte“ weiterlesen

Pioniervegetation

Offene Bodenstellen verschwinden von ganz allein, wenn man es zulässt und den Beweidungsdruck wegnimmt…. Anstatt teures Saatgut zu kaufen – so wie ich auch den Fehler gemacht habe – sollte man einfach auf die Kraft der Natur setzen und Pionier- bzw. Ruderalvegetation zulassen. In der Lichterfelder Weidelandschaft ist beispielsweise die Schaffung von offenen Bodenstellen durch„Pioniervegetation“ weiterlesen

Mulchen

Ich bin nun wirklich kein Fan vom Mulchen, aber aktuell geht es leider nicht anders…. Beim Mulchen werden zum Einen Insekten, deren Überwinterungsstadien, Vogelnester, Kleinsäuger, Reptilien etc. mitgeschreddert und zum Anderen bleibt die Biomasse als Streuschicht liegen. Das bedeutet, dass die ohnehin schon zu nährstoffreichen Flächen zusätzlich gedüngt werden. Von Artenvielfalt ist man also noch„Mulchen“ weiterlesen

Kanada-Goldrute

…. blüht zwar hübsch gelb und ist eine gute Bienenweide, aber leider auch ein invasiver Neophyt, der artenarme Dominanzbestände ausbildet. Und wir haben leider ziemlich viel davon. Zum Einen ist Kanada-Goldrute in Massen kein vernünftiges Pferdefutter, wird von den Pferden auch kaum verbissen und raubt Futterpflanzen den Platz. Zum Anderen breitet sie sich immer weiter„Kanada-Goldrute“ weiterlesen

Graukresse

Leider haben auch wir ein Graukresse-Problem…. Wie viele andere Pferdehalter auch, macht uns die massive Ausbreitung der Graukresse zu schaffen. Sie ist für Pferde giftig und gilt in Deutschland als eingebürgerter Neophyt. Das heisst Graukresse kommt eigentlich aus südlicheren Gefilden und ist mit ihren Sternhaaren bestens gegen Verdunstung geschützt. Aus diesem Grund hatte die Graukresse„Graukresse“ weiterlesen

Guteschafe

Bei uns sind seit einer Woche 96 Guteschafe und sie sind wirklich ziemlich gute Schafe…. Es ist einfach der Wahnsinn, wie sie an die Kanada-Goldrute rangehen! Wir dachten eigentlich, dass sie sich nur über den Glatthafer her machen, der von den Pferden aus den Goldruten-Beständen gezielt rausgenascht wird. Aber nein, den Glatthafer haben sie zunächst„Guteschafe“ weiterlesen

… und dann klappt doch wieder was

Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend, weil vieles nicht so geklappt hat, wie geplant. Aber jetzt scheint es wieder etwas bergauf zu gehen. Eine Fläche konnte noch ziemlich spontan von einem ortsansässigen Landwirt gemäht werden. Er guckte sich die Flächen an, fuhr nach Hause und holte seinen Traktor. Noch vor dem Regen am Wochenende schaffte„… und dann klappt doch wieder was“ weiterlesen

Nichts ist so beständig wie die Planänderung

Weidemanagement in Theorie und Praxis sind eben doch zwei Paar Schuhe oder man könnte auch sagen – eine Lektion darin, flexibel zu bleiben bzw. zu werden….!?? Der Plan war so schön ausgedacht: im Winter die Schafe, im Frühjahr noch mal abschleppen und dann bei Erreichung der richtigen Vegetationshöhe, (also Bierflaschenhöhe) die Pferde auf die Fläche,„Nichts ist so beständig wie die Planänderung“ weiterlesen

Artenreiches Grünland

Was bedeutet artenreiches Grünland? Laut einer Bestimmungshilfe für Artenreiches Grünland der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sind „über 400 Pflanzenarten auf Grünlandstandorte spe­zialisiert. Mit einem Maximum von 89 Pflanzenarten auf einem Quadratmeter gehört ex­tensives Grünland neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen im weltweiten Vergleich„. So eine enorme Artenvielfalt können wir uns überhaupt nicht vorstellen„Artenreiches Grünland“ weiterlesen

Artenvielfalt auf der Pferdeweide?

Wie erreicht man Artenvielfalt auf der Pferdeweide und was heisst eigentlich Artenvielfalt? Ich verstehe darunter zum Einen die Vielfalt von Lebensraumstrukturen (Gehölze, Totholzhaufen etc.) und Mikrohabitaten (z.b. Dunghaufen, Geilstellen, Wälzstellen, Pfade). Aber natürlich auch eine Vielfalt an Pflanzen und daran gebunden auch weitere Artengruppenn wie beispielsweise Tagfalter, Heuschrecken etc. Eine artenreiche Wiese oder Weide mit„Artenvielfalt auf der Pferdeweide?“ weiterlesen

Weidemanagement in Theorie und Praxis

Bisher habe ich mein Wissen nur aus Büchern und anderen erfahrenen Weidetierhaltern. Nun wird es Zeit aus eigenen Fehler zu lernen 😉 Wir haben ja in Glindow den unverschämten Luxus, dass wir so viel Fläche haben, dass wir keinen Trail brauchen und kein Anweiden. Wir können unseren Pferden immer etwas Koppel auflassen, damit sie auch„Weidemanagement in Theorie und Praxis“ weiterlesen